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# Port 443 (HTTPS) freigeben

> Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Freigabe von ausgehendem Port 443 unter Windows, Linux, macOS und Cloud-Anbietern wie AWS und GCP.

Das Lizenzsystem unserer Plugins benötigt eine aktive Verbindung über Port 443 (HTTPS). Damit wird deine Lizenz bei unseren Webservern authentifiziert. Blockiert deine System-Firewall, Cloud-Sicherheitsgruppe oder dein Hoster ausgehende Verbindungen auf Port 443, lädt das Plugin nicht.

Diese Anleitung erklärt Schritt für Schritt, wie du Port 443 auf deinem Hostserver freigibst.

## Windows Server / Windows

Unter Windows ist ausgehender Datenverkehr über Port 443 normalerweise standardmäßig erlaubt. Lokale Firewallrichtlinien oder Antivirensoftware können ihn jedoch blockieren.

### Methode 1: Windows Defender Firewall (GUI)

<Steps>
  <Step title="Firewall öffnen">
    Drücke `Win + R`, gib `wf.msc` ein und drücke die Eingabetaste. Dadurch öffnest du die Windows Defender Firewall mit erweiterter Sicherheit.
  </Step>

  <Step title="Ausgehende Regeln">
    Klicke im linken Bereich auf **Ausgehende Regeln**.
  </Step>

  <Step title="Neue Regel erstellen">
    Klicke im rechten Bereich auf **Neue Regel...**.
  </Step>

  <Step title="Port auswählen">
    Wähle **Port** und klicke auf **Weiter**.
  </Step>

  <Step title="TCP und Port 443">
    Wähle **TCP**, dann **Bestimmte Remoteports**, und gib `443` ein. Klicke auf **Weiter**.
  </Step>

  <Step title="Verbindung zulassen">
    Wähle **Verbindung zulassen** und klicke auf **Weiter**.
  </Step>

  <Step title="Profile aktivieren">
    Lass alle Profile aktiviert: **Domäne**, **Privat** und **Öffentlich**. Klicke auf **Weiter**.
  </Step>

  <Step title="Regel benennen">
    Benenne die Regel, zum Beispiel `BedwarsRestrictions - Port 443 Outbound`, und klicke auf **Fertig stellen**.
  </Step>
</Steps>

### Methode 2: PowerShell (Administrator)

Öffne PowerShell als Administrator. Führe dann diesen Befehl aus, um die ausgehende Regel automatisch zu erstellen:

```powershell theme={null}
New-NetFirewallRule -DisplayName "Allow Outbound HTTPS 443" -Direction Outbound -Action Allow -Protocol TCP -RemotePort 443
```

## Linux (Ubuntu, Debian, CentOS, RHEL)

Die meisten dedizierten Linux-Server und VPS-Instanzen nutzen lokale Firewalls wie `UFW` oder `firewalld`.

### 1. Ubuntu / Debian (`ufw`)

Prüfe den Status von UFW. Erlaube dann ein- und ausgehenden HTTPS-Datenverkehr:

```bash theme={null}
# UFW-Status prüfen
sudo ufw status

# HTTPS-Datenverkehr über Port 443 erlauben
sudo ufw allow 443/tcp
sudo ufw allow out 443/tcp

# Firewallregeln neu laden
sudo ufw reload
```

### 2. CentOS / RHEL / AlmaLinux (`firewalld`)

Wenn dein System `firewalld` verwendet:

```bash theme={null}
# HTTPS-Dienst dauerhaft erlauben
sudo firewall-cmd --permanent --add-service=https

# TCP-Port 443 ausdrücklich erlauben
sudo firewall-cmd --permanent --add-port=443/tcp

# Firewalleinstellungen neu laden
sudo firewall-cmd --reload
```

### 3. Natives `iptables`

Wenn du rohe `iptables`-Regeln direkt verwaltest:

```bash theme={null}
# Ausgehenden TCP-Datenverkehr über Port 443 erlauben
sudo iptables -A OUTPUT -p tcp --dport 443 -j ACCEPT

# Regeln speichern (je nach Linux-Distribution)
sudo service iptables save
```

## macOS Server / macOS

Wenn du einen lokalen Testserver unter macOS betreibst, kannst du Datenverkehr über die Systemeinstellungen oder Packet Filter (`pf`) erlauben.

### Methode 1: Systemeinstellungen (GUI)

<Steps>
  <Step title="Systemeinstellungen öffnen">
    Öffne **Systemeinstellungen** → **Netzwerk** → **Firewall**.
  </Step>

  <Step title="Optionen öffnen">
    Klicke auf **Optionen...**.
  </Step>

  <Step title="Eingehende Verbindungen prüfen">
    Stelle sicher, dass **Alle eingehenden Verbindungen blockieren** deaktiviert ist.
  </Step>

  <Step title="Java-Binärdatei erlauben">
    Stelle sicher, dass deine Java-Binärdatei oder das Minecraft-Server-Terminal eingehende Verbindungen erlauben darf.
  </Step>
</Steps>

### Methode 2: Terminal (`pfctl`)

So erlaubst du Datenverkehr über den integrierten macOS-Paketfilter:

<Steps>
  <Step title="pf prüfen">
    Öffne Terminal und prüfe, ob `pf` läuft:

    ```bash theme={null}
    sudo pfctl -s info
    ```
  </Step>

  <Step title="Regel hinzufügen">
    Füge eine temporäre Durchlassregel für Port 443 hinzu:

    ```bash theme={null}
    echo "pass out proto tcp to any port 443" | sudo pfctl -a custom -f -
    ```
  </Step>
</Steps>

## Cloud-Hosting / VPS-Anbieter

Bei Cloud-Anbietern wie AWS, DigitalOcean, Linode oder Google Cloud ergänzen externe Cloud-Firewalls oder Sicherheitsgruppen oft die Betriebssystem-Firewall. Ausgehender HTTPS-Datenverkehr ist normalerweise bereits erlaubt oder wird beim Erstellen der Instanz abgefragt.

### Google Cloud Platform (GCP)

<Steps>
  <Step title="VPC-Netzwerk öffnen">
    Öffne in der GCP Console den Bereich **VPC network**.
  </Step>

  <Step title="Firewallregel erstellen">
    Klicke im linken Menü auf **Firewall** und dann auf **Create Firewall Rule**.
  </Step>

  <Step title="Regel konfigurieren">
    * **Name:** `allow-https-outbound`
    * **Direction of traffic:** Wähle **Egress** (ausgehend).
    * **Action on match:** Wähle **Allow**.
    * **Targets:** Wähle *Specified target tags*. Füge das deiner VM zugewiesene Tag hinzu, zum Beispiel `allow-https`.
    * **Destination filter:** Wähle IPv4-Bereiche. Setze den Wert auf `0.0.0.0/0`.
    * **Protocols and ports:** Aktiviere **TCP** und gib `443` ein.
  </Step>

  <Step title="Regel erstellen">
    Klicke auf **Create**.
  </Step>
</Steps>

### AWS EC2

<Steps>
  <Step title="EC2 Dashboard öffnen">
    Öffne dein **EC2 Dashboard** und wähle deine Instanz aus.
  </Step>

  <Step title="Security Group bearbeiten">
    Öffne den Tab **Security** und klicke auf deine **Security Group**.
  </Step>

  <Step title="Ausgehende Regeln bearbeiten">
    Klicke auf **Edit Outbound Rules**. Ändere keine eingehenden Regeln.
  </Step>

  <Step title="Regel hinzufügen">
    Klicke auf **Add Rule**:

    * **Type:** HTTPS
    * **Protocol:** TCP
    * **Port Range:** 443
    * **Destination:** Anywhere-IPv4 (`0.0.0.0/0`)
  </Step>

  <Step title="Speichern">
    Klicke auf **Save rules**.
  </Step>
</Steps>

### DigitalOcean

<Steps>
  <Step title="Firewalls öffnen">
    Öffne **Networking** → **Firewalls**.
  </Step>

  <Step title="Firewall auswählen">
    Wähle die Firewall aus, die deinem Droplet zugeordnet ist.
  </Step>

  <Step title="Ausgehende Regel hinzufügen">
    Scrolle zu **Outbound Rules** und klicke auf **Add Rule**.
  </Step>

  <Step title="HTTPS auswählen">
    Wähle **Secure Web (HTTPS)** aus der Liste. Dadurch wird TCP-Port 443 automatisch für alle IPv4- und IPv6-Adressen festgelegt.
  </Step>

  <Step title="Speichern">
    Klicke auf **Save**.
  </Step>
</Steps>

### Linode (Akamai Connected Cloud)

<Steps>
  <Step title="Cloud Manager öffnen">
    Öffne das Dashboard von **Linode Cloud Manager**. Wähle im linken Navigationsmenü **Firewalls**.
  </Step>

  <Step title="Firewall öffnen">
    Klicke auf die Firewall deiner Linode-Instanz. Klicke auf **Create Firewall**, falls noch keine Firewall existiert.
  </Step>

  <Step title="Ausgehende Regeln öffnen">
    Öffne den Tab **Outbound Rules**.
  </Step>

  <Step title="Regel hinzufügen">
    Klicke auf **Add Rule** und konfiguriere die Einstellungen:

    * **Label**: `allow-https-outbound`
    * **Type**: `HTTPS` — dadurch werden **Protocol** auf TCP und **Port Range** auf 443 gesetzt.
    * **Action**: `Accept`
    * **Sources**: `All`, alternativ `Anywhere-IPv4` oder `0.0.0.0/0`
  </Step>

  <Step title="Speichern">
    Klicke im Regelbereich auf **Save**. Klicke dann oben rechts auf **Save Changes**, um die Firewallkonfiguration anzuwenden.
  </Step>
</Steps>

### Game-Panel-Hoster (Pterodactyl / Apex / Bisect)

Die meisten Shared-Minecraft-Hoster erlauben ausgehenden Datenverkehr über Port 443 standardmäßig. Treten weiterhin Verbindungsfehler auf, kontaktiere den Support deines Hosters. Lass prüfen, ob Netzwerk-Proxys oder Panel-Firewalls ausgehende HTTPS-Anfragen einschränken.

## Verbindung über Port 443 testen

Führe einen der folgenden Diagnosebefehle im Serverterminal aus. Damit prüfst du, ob dein Server externe HTTPS-Dienste über Port 443 erreicht.

### Unter Linux / macOS

```bash theme={null}
curl -v https://google.com
```

Eine erfolgreiche Verbindungsantwort bestätigt, dass ausgehender Datenverkehr über Port 443 funktioniert. Auch eine 404- oder JSON-Antwort gilt als erfolgreich.

### Unter Windows (PowerShell)

```powershell theme={null}
Test-NetConnection -ComputerName google.com -Port 443
```

Wird `TcpTestSucceeded : True` zurückgegeben, ist ausgehender Datenverkehr über Port 443 erlaubt.
